Über mich

 

Geboren wurde ich am 15.09.1970 in Herzberg (Elster) im Süden des heutigen Brandenburgs. Danach folgten die normalen Stufen des Älterwerdens. Schon in meiner Schulzeit begannen meine ersten Messer-und Schwertbau Versuche. So versuchte ich mit ca. 9 Jahren aus einem Sück Flacheisen einen Säbel zu schmieden. Als Schmiedeesse verwendete ich natürlich den großen Ofen unserer Schwerkraftheizung. Der war eh schon an und Koks gabs ja auch. Also schön angelegt, glühend gemacht und auf einem Stück Eisenbahnschiene in Form gehämmert. Als mein Vater von der Jagd nach Hause kam wunderte es sich nur kurz über die Wohnungstemperatur von 33°C, sofort erkundigte er sich wo ich wohl stecke. Na ja, die nächsten Werkstattexperimente fanden dann erst mal unter der freundlichen Überwachung meines Vaters statt.

Von 1987 bis 1990 absolvierte ich eine Lehre als Schlosser. Hier lernte ich mit dem Schmieden, Drehen, Fräsen und ganz viel Feilen die Grundlagen der Metallbearbeitung. Es folgten wieder einige Messer, die aus alten Maschinensägeblättern geschmiedet und geschliffen wurden. Diese Messer waren als Arbeitsmesser durchaus brauchbar, jedoch was Design und Verarbeitung betrifft, aus heutiger Sicht unterirdisch schlecht.

In den Jahren danach arbeitete ich einige Jahre als Schlosser und  machte später meinen Abschluss zum Diplom Lebensmitteltechnologen. Mit Messern beschäftigte ich mich in dieser Zeit nur als Sammler.

Mit dem Einzug in mein Haus hatte ich plötzlich eine schöne Werkbank in der Garage. Schon war ich wieder beim Messerbauen. Anfangs stellte ich mit gebrauchten Materialien und sehr einfachen Mitteln ein paar Messer her. Durch das Messersammeln hatten sich meine Ansprüche an meine selbst gebauten Messer natürlich stark erhöht. Also bestellte ich mir ein Stück ATS 34 sowie schwarzes Leinenmicarta und ging das ganze Thema von nun an etwas ernsthafter an. So baute ich wieder einige Jahre munter vor mich hin. Die meisten Messer in dieser Zeit verschenkte ich an Freunde und in der Familie, bis ich sicher war, einen Qualitätsstandard erreicht zu haben, bei dem man auch mal ein Messer mit gutem Gewissen verkaufen konnte.

So arbeitete ich allein vor mich hin. Die einzige Verbindung zur großen weiten Messerwelt war das Messermagazin. Im Jahr 2010 setzten Sven Richter (Inhaber von Explorer Oudoor - einem Messer-und Ausrüstungs Fachgeschäft) und ich unsere Idee, einer Vereinigung der Messerbegeisterten der Region, in die Tat um. Im November 2010 trafen sich in Herzberg (Elster) erstmals sieben Messermacher, Messersammler und Outdoorbegeisterte und gründeten den Messerarbeitskreis Herzberg. Ich selbst wurde zum Vorsitzenden des Arbeitskreises gewählt. Unser Messerarbeitskreis hat zur Zeit 17 Mitglieder. Unsere Mitglieder sind längst allesamt zu Messermachern geworden und jeder hat schon mindestens ein Messer selbst gebaut. Unsere regelmäßigen Treffen und auch das gemeinsame Schmieden hilft den Anfängern, die Fortgeschrittenen geben Tipps und Anregungen. Weiterhin veranstalten wir eine jährliche Ausstellung, die immer Anfang September in der Brikettfabrik Louise stattfindet.

Ich habe meine Werkstatt mehrfach um-und angebaut, neue Werkzeuge, Maschinen und jede Menge Messerbaumaterial beschafft und versuche mich, und damit auch meine Messer, ständig weiter zu entwickeln.

Die Ergebnisse dieser Entwicklung stellte ich dann zum ersten Mal 2011 zur Messer Macher Messe in Solingen aus. Im Jahr darauf überreichte man mir den Antrag zur Aufnahme in die Deutsche Messermacher Gilde. Im September 2011 war es dann schon soweit, ich wurde als Probemitglied in die Gilde aufgenommen und nahm natürlich auch an der folgenden Gildeausstellung in Sindelfingen als Aussteller teil. Seit September 2013 bin ich nun Vollmitglied in der Deutschen Messermacher Gilde.

Als nächstes steht bei mir wieder einmal ein Umbau meiner Werkstatt an. Da ich die Verkaufserlöse meiner Messer gleich wieder in neue, hochwertige Materialien, Maschinen und Werkzeuge investiere, platzt die Werkstatt mal wieder aus allen Nähten. Geplant ist eine Erweiterung auf gewaltige 30 m² (angefangen habe ich mit 6 m²), was für die nächsten Jahre erst einmal reichen sollte (an dieser Stelle auch vielen Dank an meine Frau für ihr Verständnis). Jedoch wird man auch nach dem Umbau in meiner Werkstatt keine CNC-Maschinen finden, es bleibt wie bisher alles Handarbeit.